International Press2007-2006
March 23, 2007
Wiener Zeitung
Claudia Aigner
Carl Barks
Helnwein präsentiert im Karikaturmuseum Krems: Donald Duck- und die Ente ist Mensch geworden.
Nein, erfunden hat Carl Barks, der legendäre Disney-Zeichner, Donald Duck zwar nicht. Aber seine Adoptiv-Ente zu einem absoluten Superstar aufgepäppelt. Zur Ente voller Fehl und Tadel. Und Entenhausen, der Hochburg des Stabreims, schenkte er Daniel Düsentrieb, Dagobert Duck und die Panzerknacker.
Geboren 1901 in Oregon, gestorben daselbst im Jahr 2000, stieß Barks nach fast donaldesken Wanderjahren durch die Arbeitswelt (so war er etwa Hühnerzüchter und Männerfantasien-Cartoonist) 1935 zu den Disneystudios, blieb dort bis 1942 als Inbetweener (Zwischenphasenzeichner) und Gag-Lieferant für Kurzfilme, erschuf schließlich auf 6215 Comic-Seiten ein expandierendes Barks-Universum, füllte Phantastillionen von Sprechblasen – und hat uns nie erklärt, ob vielleicht der Storch die Enten bringt.
In seiner Nach-Comic-Ära ab etwa 1970 fertigte der Kenner der Duckschen Seele dann Ölgemälde für seine und Donalds Fangemeinde (Genrebilder mit viel Geflügel und Gebürzel) – und wurde beinah' reich.




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